Fernstudium: Ab ins zweite Semester

Lernmaterial für mein Fernstudium

Vielleicht ist bereits aufgefallen, dass es in letzter Zeit und gerade zum Jahreswechsel auf diesem Blog sehr ruhig war. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen hat mein Job durchaus schwankende Arbeitszeiten, zum anderen ist der Blog vielmehr WordPress-Spielerei und Nebenbei-Hobby. Und es gibt noch einen sehr triftigen Grund: Ich habe im letzten Jahr ein Fernstudium angefangen. Bisher habe ich es hier nicht kommuniziert: Wenn die erste Prüfung nicht gut gelaufen wäre, hätte ich das Thema vielleicht sang- und klanglos wieder abgebrochen. Zumindest wollte ich mir das Notfalltürchen freihalten. Nun habe ich aber tatsächlich bestanden. Damit bin ich im April frohen Mutes in das zweite Semester gestartet und möchte jetzt den Blog nutzen, um ein wenig mehr über das Studium zu erzählen.

Was studiere ich überhaupt? Und warum?

Tatsächlich habe ich mir das Traumstudienfach von so vielen ausgesucht: Psychologie. An einer »normalen« Uni hätte mein Abischnitt niemals ausgereicht, um den NC zu knacken, aber das Studienfach ist an der Fernuni Hagen tatsächlich nicht zulassungsbeschränkt. Ich hatte auch kurz überlegt, mich für Kulturwissenschaft oder Wirtschaftsinformatik einzuschreiben, aber Psychologie traf noch stärker meine Interessen.

Zum einen habe ich in den letzten Jahren Studium die Forschung schätzen gelernt. Ich habe mittlerweile tatsächlich Lust zu forschen – als ich meinen Bachelor angefangen habe, war das noch ein Graus für mich. Gerade die quantitative Forschung habe ich allerdings immer ziemlich außen vor gelassen. Das Psychologie-Studium an der Fernuni Hagen bietet mir nun die Chance, dort tiefer einzusteigen.

Zum anderen ist das Thema Psychologie für mich natürlich spannend, auch in beruflicher Hinsicht. Schon in meinem Master hatte ich das Fach »Organisationspsychologie« und habe es geliebt. Durch das Studium habe ich nun die Chance, zielgerichtet tiefer in verschiedene Bereiche der Psychologie einzusteigen.

Natürlich könnte ich mich auch einfach privat mit diesen Themen beschäftigen. Ein Studium hat für mich aber den Vorteil, dass ich quasi zur Auseinandersetzung gezwungen werde. Sonst würde ich das vermutlich niemals so konsequent durchziehen. Ein strukturierter Rahmen und ein bisschen Druck im Hintergrund tun mir immer ganz gut.

Wie sieht das zweite Semester aus?

Ich studiere in Teilzeit, was bedeutet, das ich jedes Semester ein Modul mit 15 Credit Points belege – manchmal auch zwei mit einer geringeren Credit-Point-Anzahl. Letztes Jahr dachte ich noch optimistisch, das ich vielleicht auch zwei Module (also ein Vollzeit-Workload) locker schaffe. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass das illusorisch ist. Dafür bin ich neben einer 40- bis 50-Stunden-Woche nicht aufnahmefähig genug. Und ein bisschen Freizeit möchte ich ja auch noch haben.

Im letzten Semester habe ich »Einführung in die Psychologie« belegt. Das beinhaltete neben der Psychologie-Einführung noch eine Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, in die Forschungsmethoden und eine Vorlesung namens »Psychologie und kulturelle Vielfalt« (sehr spannend!).

In diesem Semester steht nun Statistik an, was sowohl Statistik I als auch Statistik II beinhaltet. Die Basics kenne ich, aber spätestens bei Statistik II erwartet mich einiges Neues. Ein wenig Respekt habe ich vor diesem Fach, aber gleichzeitig freue ich mich darauf – man hat immer wieder damit zu tun und ich möchte das ganze Thema gerne von Grund auf durchdringen. SPSS ist schon installiert und bald gibt es neben der Theorie auch mit dem Programm die ersten Übungen.

Ich habe mich außerdem noch für drei weitere Module eingeschrieben. Insgesamt kann ich ein Modul, wenn ich es einmal belegt habe, noch sieben weitere Semester »nutzen«. Und so ist es mir möglich, bereits in die anderen Themen hineinschnuppern, vielleicht Prüfungsvorleistungen abzulegen und in Ruhe zu entscheiden, was ich mir für das nächste Semester vornehme.

Wie bleibe ich dran?

Oben schrieb ich es bereits: Natürlich könnte ich mir das alles auch selbstständig anlesen. Mir hilft der Druck von außen aber, weiterzumachen. Im ersten Semester bin ich beinahe jeden Morgen um sechs Uhr aufgestanden und habe etwas für das Studium gemacht. Auch zahlreiche Wochenenden habe ich dafür investiert. Rückblickend frage ich mich, wie ich parallel im November auch noch den NaNoWriMo bestreiten konnte – das war wohl die Hochphase meiner Motivation.

Im Moment flacht das ganze stark ab, ich merke, dass es mir schwer fällt, mich zu konzentrieren und schweife immer wieder ab. Ich stehe zwar früh auf, aber mich dann wirklich fokussiert in den Stoff einzuarbeiten und etwas mitzunehmen ist nicht ganz einfach. Ich habe gerade das Gefühl, nicht die Zeit zum Durchdenken investieren zu können, die ich gerne hätte und das schlägt sich auf meine Gesamtmotivation nieder. Gerade bei Statistik habe ich das Gefühl, das ganze Material, das ich durcharbeite, nochmal anders strukturieren zu müssen, um es wirklich komplett zu durchdringen. Aber: Ich will es durchziehen. Und ich werde es durchziehen. Tschakka!

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